Wegen der verpassten Kanutour entschieden wir uns nachher spontan bereits früher als geplant nach Kununurra zu fahren (515km von Katherine aus). Auf der Fahrt passierten wir die Grenze zu Westaustralien, wo wir alle frischen Lebensmittel wegwerfen mussten. Westaustralien schützt sich damit vor Pflanzenkrankheiten, welche für die Fruchtindustrie schlimme Folgen haben könnte.

In Kununurra übernachteten wir in einem Campingplatz der an den Mirima National Park angrenzt. So konnten wir für den Sonnenuntergang direkt vom Campingplatz in den Park rüber spazieren. Die roten Felsen leuchteten im Sonnenlicht noch extremer und machten die Szenerie äusserst fotogen.

Als wir nachher zurück in den Park gingen, hatten wir ein eher unerfreuliches Erlebnis. Wie immer kochten wir unseren Znacht in der Küche des Campingplatzes. Leider waren die Anlagen sehr verschmutzt. Der Esstisch war übersät von Vogelkacke und anderem Schmutz. Insbesondere Stjepan hatte daran gar keine Freude und versuchte den Tisch mit WC Papier zu reinigen. Das klappte leider nur teilweise.

Allgemein erwarteten wir eigentlich, dass die Campingplätze in Australien in einem viel besseren Zustand sein würden, als in Namibia, wo viele Anlagen etwas verwahrlost wirkten. Insbesondere im Norden Westaustraliens war das aber leider nicht der Fall. Je weiter südlich wir kamen, desto mehr Touristen hatte es und desto besser waren auch die Anlagen gepflegt.

Auffällig war auch, dass wir eigentlich bis in Geraldton (400km nördlich von Perth) nie anständiges Internet hatten. Von wegen Internetentzug, mal „abschalten“ etc. tut gut.

Nachdem ich zum Sonnenaufgang nochmals mit Reti die anliegenden Hügel hochgeklettert war, machten wir uns auf den Weg nach Fitzroy Crossing.