Coral Bay ist ein kleines Dorf an der Coral Coast. Wir hatten einen sehr schönen Campingplatz nur ein paar Minuten vom Meer entfernt.

In Coral Bay entschieden wir uns dafür einen Bootsausflug zu machen, wo wir unter anderem mit Mantarochen tauchen konnten. Wie überall in diesen Tagen herrschte auch in Coral Bay eine starke Brise. Auf dem Schiff war es am Morgen dementsprechend kalt. Mit Neoprenauszug ausgestattet stürzten wir uns trotzdem in die Fluten und stiessen gleich bei unserem ersten Schnorchelgang auf einen ca. 2m langen Tigerhai. Fast alle Mitglieder der 10 Personen fassenden Gruppe sahen den Hai. Ich verstand aber leider nicht, wieso mich Bani wiederholt am Arm zog. Silvan wollte dem Hai sogar nachschwimmen, um eine bessere Sicht auf ihn zu erhaschen (#honeybadger). Er war wohl noch etwas benebelt vom Jetlag, denn diese Haie sind doch auch bekannt dafür schon Menschen angegriffen zu haben. Unsere Begleiterin hielt ihn zum Glück von seinem Vorhaben ab. Daneben sahen wir auch die eindrücklichen Korallen des Ningaloo Riff, Schildkröten und schöne farbige Fische.

Die schwarzen Punkte im Meer sind Babysharks, leider verschwanden die sobald man sich ihnen näherte.

Der Tigerhai (ca. 2,5 Meter lang und ca. 5 Meter von uns entfernt).

Als nächstes stand dann das Schnorcheln mit dem Mantarochen auf dem Programm. Mittels eines Flugzeuges wurde ein Mantarochen ausfindig gemacht und die Koordinaten ans Schiff kommuniziert. Die Instruktionen unserer Guides machten uns schon klar, dass es kein Spaziergang sein würde. Die Mantarochen sind ziemlich schnell und wenn sie keine Lust auf 10 paddelnde Menschen haben schwimmen sie einfach weg, dabei können sie bis zu 60km/h schnell werden. Als wir alle im Wasser waren, schwamm unser Guide voran und deutete uns mittels Handzeichen wo der Mantarochen sich befindet und in welche Richtung er sich bewegt. Die ersten Minuten waren extrem anstrengend, weil wir immer versuchten unserem Guide und damit dem Mantarochen nachzuschwimmen. Das hält man aber auf Dauer nicht aus, wenn man nicht Ian Thorpe heisst. Mit der Zeit lernten wir aber, dass sich der Manta in einem Zickzack bewegt und immer hin und her schwimmt. Man konnte also auf einer Seite warten und dann schauen wohin die Hand unseres Guides zeigte um den Manta dort „abzufangen“. Der Manta selbst war äusserst eindrücklich. Er hatte eine Spannweite von ca. 2-3m und seine Bewegungen waren sehr elegant. Weil sich der Manta scheinbar nicht allzu sehr an unserer Anwesenheit störte, konnten wir ihn eine ganze Weile begleiten. Er schwamm dabei oft direkt unter uns durch und war nur 2m entfernt. Nach ca. 20 anstrengenden Minuten im Wasser gingen wir zurück aufs Boot und unterhielten uns über das soeben Erlebte.

Bevor wir an Land gingen stand noch ein letzter Schnorchelgang auf dem Programm. Dieses Mal sahen wir nochmals schöne Korallen und auch junge Riffhaie. Die waren nur maximal 1.5m gross und auch nicht so gefährlich, wie der Tigerhai vom Morgen. Weiter sahen wir nochmals ein paar Schildkröten. Unserer Führerin ist dabei dieses spektakuläre Foto von Silvi gelungen.

Sonnenuntergang beim Coral Bay.