Von Japan aus sind wir nach Seoul geflogen. Wir waren uns anfangs unsicher, ob wir überhaupt nach Seoul wollten, weil wir dachten, dass es Japan sehr ähnlich sei. How wrong we were. Seoul ist meine neue Lieblingsstadt. Wir haben uns dann entschieden nach Seoul zu fliegen, weil wir Bock hatten, mal eine Woche am gleichen Ort zu sein und ein paar Dinge zu erledigen. Plus kennen wir unseren Freund Lee in Seoul, der in Zürich bei uns auf der Couch gesurft hat.

Wir haben 7 Tage in einem AirBnB Studio an einer perfekten Lage geschlafen. Einziger Makel war, dass es Bani nicht sauber genug war. Sie hat nach der Übergabe nochmals den Staubsauger hervorgeholt und gründlich nachgeputzt, danke Bani. Das AirBnB lag im 10. Stock in einem Gebäude direkt über einer Metro Station.

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Südlich dieser Metrostation liegt das Viertel Hongdae. Als wir das erste Mal abends dort waren, waren wir etwas überwältigt. Es hatte tausende junge Menschen auf den Strassen, unzählige Bars, Restaurants, Shops, Lichtreklamen und Strassenkünstler. Das Viertel ist in der Nähe einiger Unis und deshalb bei Studenten äusserst beliebt. Nördlich der Station liegt das Viertel Yeonnam-dong. Ein Hipsterviertel aus dem Bilderbuch mit vielen neuen Restaurants mit Organic Salad, Egg Benedict Brunch, Handicraft Märkten, Cafés und einem Park an der Stelle, wo früher Zuggleise durchführten. Das wahrscheinlich bisher beste Restaurant unserer Reise war ca. 2 Minuten von unserer Wohnung entfernt. Bani träumt heute noch vom Essen dort. Alles in allem hätten wir es nicht besser treffen können und sind begeistert von der Stadt.

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Nachfolgend ein paar weitere Orte, die wir während unseres Aufenthalts besucht haben:

Lantern Festival am Cheong-gye-cheon

Am ersten Tag haben wir Caro getroffen, die schon ein paar Wochen in Südkorea am herumreisen war. Mit ihr zusammen sind wir entlang des Cheong-gye-cheon gelaufen. Das ist ein neu geschaffener Park mit einem Fluss an dessen Stelle früher eine Autobahn durchführte. Im westlichen Ende davon war das Laternenfestival, wo lebensgrosse Laternenformen über dem Fluss aufgestellt waren.

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Cycling Along Han River

Am nächsten Tag sind wir im Süden zum Yeounido Park und haben dort Fahrräder gemietet. Mit denen sind wir entlang des Parks auf die Nordseite des Han Flusses und dann weiter westlich wieder zurückgefahren. Entlang der Route gab es einige schöne Pärke. Das Wetter war hervorragend und lockte dementsprechend viele Koreaner auf die Strasse.

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Am Abend haben wir noch ein Baseball Spiel besucht. Während den ersten 30 Minuten war es noch interessant die Stimmung im Stadion zu erleben und insbesondere den Cheerleaders zuzuschauen. Danach wurde mir aber wieder klar, wie langweilig dieser Sport eigentlich ist. Zum Glück sind wir eine Stunde zu spät gekommen, sonst wäre es mir noch schneller langweilig geworden.

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Dongdaemun Design Plaza

Am Montag haben wir dann den Dongdaemun Design Plaza besucht. Ein neu gebauter futuristischer Komplex, der einem Raumschiff gleicht. Dort hat es verschiedene Ausstellungen, Museen und Shops drin. Ein paar Meter davon entfernt befindet sich das East Gate, das früher das östliche Stadttor war (makes sense).

sieben jahre of #deepconversations #happybani

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Seoul Tower

Am nächsten Tag sind wir zum Aussichtsturm Seoul Tower hochgefahren und haben uns von dort den Sonnenuntergang angeschaut. Die Sicht auf die Stadt ist hervorragend und es herrscht eine angenehme Stimmung auf dem Hügel.

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Lee

Wie oben erwähnt, war ein weiterer Grund nach Seoul zu fahren Lee wieder zu treffen. Wir sind zwei Mal mit ihm essen gegangen und es war super ihn wieder zu sehen. Er hat 3 Nächte bei uns in Zürich übernachtet und wir haben ihm einiges gezeigt in der Stadt und ihn damals auch nach Luzern zu einem Familiengrillfest auf Samira’s Dachterrasse mitgenommen. Wir durften auch seine Freundin Menglu kennenlernen. Das Erste was er uns fragte, als wir ihn sahen, war ob wir einen Unterschied an seinem Aussehen feststellen konnten. Bani und ich schauten uns überrascht an, er sah immer noch aus wie vorher, einfach älter. Voller Stolz hat er uns dann erzählt, dass er seine Augen vergrössert habe. Dazu wurde ein Stück des Augenlieds rausgeschnitten. Auch die Augenbrauen habe er tättowieren lassen, damit sie voller wirken. Diese Episode zeigt exemplarisch, wie locker Südkoreaner mit dem Thema Schönheitsoperationen umgehen. Oder wie verkrampft sie versuchen einem Ideal zu entsprechen.

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Gangnam and Bongeun-sa Temple

Am Tag vor unserer Abreise haben wir uns noch das Gangnom Viertel südlich des Han Rivers angeschaut. Berühmt geworden durch den Hitsong von Psy zollen sie ihm dort mit einer grossen Statue Respekt. Und das obwohl das Lied eigentlich eine Parodie auf Gangnam und dessen Einwohner ist. Gangnom ist berühmt für die ca. 500 Schönheitskliniken, die sich dort befinden. Südkoreaner sind begeisterte Anhänger von Schönheitsoperationen.

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In Gangnam befindet sich zudem der Bongeun-sa Temple, der den Tempeln, die wir in Japan gesehen haben, in nichts nachsteht.

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Bukchon Traditional Village

Im Norden der Stadt befindet sich der Stadtteil Bukchon, wo noch viele Häuser im traditionellen Stil stehen (Hanoks). Die Atmosphäre da war angenehm ruhig und entspannend. Es war interessant auch diese Seite von Seoul zu sehen, das pure Gegenteil von Hongdae.

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