Hier ein paar kurze Stories zu Erlebnissen in Südafrika und Namibia, die uns positiv wie negativ aufgefallen sind oder uns zum Nachdenken angeregt haben.

Bread & Barrell Hotel, Kapstadt

Das Schlechte zum Start. Bevor wir nach Windhoek flogen verbrachten wir noch eine Nacht in einem Guesthouse ausserhalb von Kapstadt, in der Nähe des Flughafens. Nachfolgend meine Hotelbewertung, die ich auf Tripadvisor poste, sobald sie dort ein Profil haben.

Our stay at the Bread and Barrel Guesthouse Bellville was a nightmare from start to finish. We do not recommend anyone to stay there. Check in time is at 4 pm (which was indicated on booking.com). We are arrived earlier and at first they told us to come back later but after talking to the son of the owner we waited for 10min and could go to the room then. The son showed us our room, which was woredown and definitely not as nice as the pictures on Booking.com (refer to the picture below). Upon showing us the room the son made some inappropriate joke about installed cameras in the room. Overall the interactions with the hosts were awkward with the hosts being too brash. For us they seemed a bit creepy, trying too much to be our friends without keeping a professional distance. We spent a pretty much sleepless night due to the thin walls and people in the room next to us (we don’t know if they were guests or longterm residents).

We told the hosts when we checked in that we had to leave at 4.00 am the next morning because of our flight. The owner told us that he would be awake and that he would wait at the reception for our keys. The next morning when we tried to leave we were left speechles and fuming. The gate in front of the building door was looked and we didn’t have the keys. There was no way to get out of the building and we were locked in. Because the reception was in another building we tried to call two different phone numbers provided by the guesthouse, which claimed to be reachable 24 hours. Both phone numbers forwarded us to an answering machine. Because we had no other option to leave and we were under time pressure due to our flight my Boyfriend climbed out the window from the first floor and jumped approx. 2.5 meters down to get to the main building with the reception inside (he jumped from the platform below the window on the picture below). It was locked and after ringing the bell for a couple of minutes the host appeared at the door topless and bare feet. Then he opened the gate and we were finally able to leave. Luckily we made our flight, but left extremely angry and stressed out.

It was by far the worst stay we had during our 4 weeks in SA. We do not recommend anyone to stay here, even of the gate incident didn’t happen. To be fair we would like to mention that the location was good (close to the airport) and there was fast wifi.

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Trinkgeld Tankstelle Khorixas

In Südafrika und Namibia ist es an der Tagesordnung, dass man verschiedenen Leuten regelmässig Trinkgeld gibt. Dazu gehören neben dem Servierpersonal auch Car Guards. Die Autobewacher sind oft diejenigen, vor denen man das Auto eigentlich bewacht haben möchte, verlangen/erwarten dann aber Geld dafür, dass sie es bewachen. Sie geben sich die Legitimität für ihr Geschäftsmodell also selbst. Da gilt es aber sich anzupassen und die durchschnittlich 50 Rappen als guten Zweck zu sehen.

Auch die Tankwarte kriegen normalerweise Trinkgeld. Die Höhe liegt eigentlich zwischen 30-70 Rappen. Als ich es einmal ein bisschen zu gut meinte und einem jungen Tankwart CHF 3.50 Trinkgeld gab konnte der sein Glück kaum fassen und meinte es sei sein lucky day. Bereut habe ich das erst, als wir begannen über Fussball zu sprechen und er vom Sieg seines Lieblingsvereins Manchester United gegen Arsenal vom Vortag zu schwärmen begann.

Deutsch sprechende Frau im Supermarkt in Khorixas

Im Ort Khorixas in Namibia, wo wir einen Zwischenstopp zum Tanken und Einkaufen einlegten, erlebten wir den Einfluss Deutschlands in Namibia hautnah. Eine ältere Einwohnerin hat im Supermarkt mitgekriegt, dass wir Deutsch sprechen. Sie ist dann auf mich zugekommen und hat in einwandfreiem Deutsch mit mir zu quatschen begonnen. Sie war sehr erfreut darüber ihr Deutsch auspacken zu könnnen. Und ich war darüber erfreut mit unzähligen Glückwünschen eingedeckt zu werden (Alles Gute, Gute Gesundheit, Gute Reise…).

Korrupte Polizisten in Südafrika

Schön ist auch die Story von unseren Begegnungen mit der Polizei in Südafrika. Auf der Fahrt von Durban Richtung Garden Road wurden wir auf einer Landstrasse von der Polizei rausgewunken, weil wir 85 km/h in einer 60 km/h Zone fuhren (do you know what i’m stopping you for, you was going 55 in a 54). Der Polizist zeigte mir das Video von der Radarkamera, zeigte mir den Bussenkatalog und meinte das koste CHF 60. Soweit war alles fair, wir haben unseren Fehler eingesehen und ich zückte bereits das Portemonnaie mit den grossen Noten. Dann bemerkte der Polizist sie hätten leider keine Quittungen mehr, er versicherte aber, dass das Geld rechtmässig beim Polizeiposten abgeliefert würde. Natürlich machte uns das stutzig. Weil wir aber keine Lust hatten mit den Polizisten 1h zurück in die entgegengesetzte Richtung zu fahren nur um eine Quittung zu erhalten, wären wir bereit gewesen gegen eine Senkung des Bussgeldes auf die Quittung zu verzichten. Als der eine Polizist aber anzügliche Bemerkungen zu Vanessa machte („you have a nice body, why don’t you do sports?“, haha i know er kennt Bani nicht), seine Aussagen verdrehte und uns zum Narren hielt, haben wir unsere Meinung geändert und willigten ein, sie auf den Polizeiposten zu begleiten. Damit hatten sie nicht gerechnet und nach Diskussionen unter den Polizisten willigten sie ein uns gehen zu lassen unter dem Vorwand, dass sie nicht wollten, dass wir dachten wir würden abgezockt, weil wir Touristen sind.

Wie sich im Nachhinein im Gespräch mit einem anderen „Opfer“ der Polizisten herausgestellt hat, läuft es normalerweise so, dass man den Polizisten unaufgefordert einen Bruchteil der angeblichen Busse zusteckt. Die Person, die uns das erzählt hat, hätte angeblich das Wochenende in der Zelle verbringen müssen (45km/h zu schnell), kam dann aber mit CHF 12 Schmiergeld davon. Rückblickend betrachtet war das eine sehr befremdende Erfahrung. Wir können uns nicht vorstellen, wie es ist von der eigenen Polizei betrogen zu werden.

Die zweite Begegnung war kürzer, passte dann aber ins Bild. Als wir nachts in Kapstadt mit dem Auto unterwegs waren, kam es in einer Strasse zu einem kurzen Stau, weil ein entgegenkommendes Auto seitwärts einparkierte und die Strasse sehr eng war. Das Polizeiauto hinter uns wurde ungeduldig und hupte. Nachdem der Stau nach ca. 30s aufgelöst war, fuhren wir ein paar Meter an einen Stopp. Pflichtbewusst hielten wir an und prompt hupten die Polizisten nochmals. In welchem anderen Land wird man von der Polizei angehupt, weil man an einem Stopp anhält.